Nun haben wir die Tour, vom ersten Beitrag, über Goldingen zum Bannholz, nochmals in Angriff genommen. Schöne „Trails“, lange Aufstiege, kurze Downhill-Passage, wunderschöner Sonnenuntergang und ein wohlverdientes Bier zum Abschluss.

Route: Rüti – Ermenswil – Höhenklinik – Wald – Töbeli – Dürnten – Rüti
Kilometer: 29,31
Höhenmeter: 720
Highlight: Der atemberaubende Sonnenuntergang
Lowlight: Roger klar stärker

Genau eine Woche nach unserem ersten Versuch, der wegen Defekts schon nach wenigen Pedalumdrehungen abrupt zu Ende ging, starteten wir mit unserem Mountainbike zur gleichen Tour. Irgendwie hat man noch eine Rechnung offen, wenn man gegen seinen Willen gestoppt wird. Es fehlt dann wie das Häkchen hinter diesem Punkt auf der To-Bike-Liste – was einem keine Ruhe lässt.

Andi bei seiner kurzen Abfahrt
Andi zeigt auf der kurzen Abfahrt sein „Körpergefühl“

Es ist erstaunlich, wie schnell man Fortschritte macht. Ok, Rückschritte sind bei uns derzeit noch kaum möglich. Und trotzdem meine ich, dass der Aufstieg von Ermenswil in den Eggwald bereits leichter fällt als noch vor einer Woche. Und ich rede mir auch dankbar ein, schon einige Hundert Gramm abgenommen zu haben. Natürlich noch unsichtbar. Aber wenn man wie ich seinen Körper so gut kennt, eine so innige Beziehung zu ihm führt, dann spürt man das einfach… 😉

Roger beim Schieben beim steilen Uphill
Ja auch Roger musste absteigen 😉

Gleich nach der Strassenquerung im Diemberg zwingt uns ein ruppiger Aufstieg aus dem Sattel. Kein Problem, da fällt uns kein «Zacken aus der Krone». Voller Selbstvertrauen und in einer Bestimmtheit, die keine weiteren Fragen zulässt, meint Roger trocken: «Beim nächsten Mal fahren wir hoch.» Und wo er recht hat… Es spricht für uns, wenn wir bereits jetzt Herausforderungen suchen und uns ihnen stellen. Irgendwann. Bald.

Aussicht vom Bannholz
Die Aussicht war leider durch das Wetter noch getrübt

Über Goldingen geht’s hoch zum Bannholz – wobei mir Roger meine Grenzen deutlich aufzeigt und mich buchstäblich am Berg stehen lässt. Soll er doch. Das macht mir doch nichts aus. Pah, da steh ich so was von drüber! Der Höhenweg vom Bannholz über die Höhenklinik und weiter zum Lauf entschädigt mit einer fantastischen Aussicht für die Höhenmeter zuvor. Die Abfahrt nach Wald gestaltet sich insofern schwierig, als dass die Strasse gesperrt ist und wir keine Lust haben auf einen grösseren Umweg. Also wählen wir kurzerhand den Trail hinunter zum Niderholz – und wissen nun, dass Wanderwege manchmal tatsächlich Wanderern vorbehalten bleiben sollten.

Der Sonne entgegen
Der Sonne entgegen zum wohlverdienten Bier

Nach Wald wartet mit dem Aufstieg vom «Bleiche»-Areal hoch zum Blattenbach nochmals eine Challenge auf uns. Die wir trotz minütlich um sich greifender Müdigkeit bravourös meistern. Der Rest ist rollen lassen: Übers Töbeli, Oberdürnten hinunter nach Dürnten und weiter nach Rüti. Einfach dahin. Mühelos. Schmerzfrei. Und sonnengeflutet. Die letzte Abfahrt nehmen wir beinahe blind, mehr nach Gefühl und Gehör fahrend, weil wir wie zwei Cowboys in einen atemberaubenden Sonnenuntergang fahren.

Das Bier nach der Tour
Ein Bier soll verdient sein
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